Kochen ist zeitlos. Es lässt uns zur Ruhe kommen und bringt Menschen zusammen.
n unserer ersten Folge von Pass the Plate haben wir uns mit Vaiva und Rusnė von Shot the Shallot zusammengesetzt. Wir sprachen über die kleinen Gewohnheiten, die sie pflegen, über die Ruhe, die sie in der Küche finden, und darüber, wie der einfache Akt der Zubereitung einer Mahlzeit einem Menschen Halt im Leben geben kann.
Hier ist unser Gespräch, gefolgt von ihrer Geschichte in ihren eigenen Worten.
Was gibt euch das Kochen, was euch nichts anderes geben kann?Kochen schenkt uns eine gemeinsame Pause. Einen Ort, an dem unsere Hände beschäftigt sind, während unser Kopf endlich zur Ruhe kommt.
Wie nehmt ihr euch im Alltag bewusst Zeit?
Wir entschleunigen ganz bewusst in kleinen Dingen. Wir gehen zu Fuß, anstatt zu hetzen, trinken unseren Kaffee aus, solange er noch heiß ist, und lassen Gespräche ruhig länger dauern. Das Kochen hat uns gelehrt, dass nichts Gutes dabei herauskommt, wenn man sich beeilt.
Wann fühlt sich Kochen für euch am beruhigendsten oder meditativsten an?
Spät am Abend, wenn die Küche nur halb beleuchtet ist und wir nicht vorhaben zu filmen. Dann können wir den gesamten Kochprozess wirklich genießen.
Welches Ritual bewahrt ihr euch auch in stressigen Wochen?
Eine warme Tasse Kaffee, bevor wir mit dem Filmen beginnen. Es ist uns wichtig, uns zuerst auszutauschen und unsere Freundschaft zu pflegen, denn genau dort hat schließlich alles angefangen.
Welchen Schritt beim Kochen würdet ihr niemals überstürzen?
Die Vorbereitung. Schneiden, Waschen, alles bereitlegen. Dabei kommen wir auch gedanklich an.
Wann fühlt ihr euch zu Hause am meisten im Moment?
Wenn etwas auf dem Herd köchelt und wir einfach nur dasitzen und über nichts Wichtiges reden. Dann fühlt sich Zeit wirklich an.
Was soll dieses Rezept über die Mahlzeit hinaus in den Tag eines Menschen bringen?
Einen Moment der Ruhe und die Erlaubnis, langsamer zu machen. Vielleicht sogar das Gefühl, beim Kochen nicht allein zu sein.
Nennt eine einfache Sache, die euren Tag immer besser macht.
Ein gutes Essen.
Wer hat euch Fürsorge beigebracht – in der Küche oder außerhalb?
Verschiedene Menschen. Aber wir haben einander beigebracht, füreinander da zu sein – immer wieder und verlässlich. Das bringt es wohl mit sich, die ältesten Freundinnen zu sein.
Welche kleine Essensgewohnheit verrät euch?
Wir messen nie etwas ab und geben immer ein bisschen mehr Salz dazu, als wir eigentlich sollten.
Ihre Geschichte
Wir sind seit unserer Kindheit befreundet und haben daher ganz natürlich viele Lebensphasen gemeinsam durchlebt. Manche Interessen haben sich im Laufe der Zeit verändert, andere sind verblasst, doch einige sind uns geblieben – und eine der stärksten war schon immer unsere gemeinsame Liebe zum Kochen.
Wir sind die Art von Frauen, die es lieben, Dinnerpartys zu veranstalten, Menschen an einem reich gedeckten Tisch willkommen zu heißen und ihre Fürsorge durch Essen zu zeigen. Ob wir unseren Freundinnen frisch gebackene Köstlichkeiten mitbringen, mit neuen Rezepten experimentieren oder Familie und Freunde zu einem gemütlichen Essen versammeln – Kochen war für uns schon immer eine Art, miteinander in Verbindung zu treten.
Unser Kanal ist eine Erweiterung davon. Ein Ort, an dem wir nicht nur Rezepte teilen, sondern auch das Gefühl von Verbundenheit, das Essen in unser Leben bringt.
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EXTRA-REZEPT
Zitrus-Honig-Lachs mit Kirsch-Preiselbeer-Röstung, cremigem Knoblauch-Kartoffelstampf und Honig-Zitronen-Karotten
Das ist die Art von Mahlzeit, bei der man ganz von selbst langsamer wird. Süße Zitrusnoten, warmer Honig, würziger Senf und Beeren, die auf dem Blech wie eine Sauce zerfließen. Wärmend, frisch und wie gemacht zum Teilen.

Zutaten
Für den Lachs
- Lachsfilet
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Honig
- 1 EL Senf
- 1 TL Chiliflocken
- Saft von ½ Grapefruit, Orange und Zitrone
- 250 g gefrorene Kirschen
- 200 g Preiselbeeren
- Frischer Rosmarin
- Salz und Pfeffer
Für den Kartoffelstampf
- 8–9 mittelgroße Kartoffeln
- 250 g Milch
- 80 g Butter
- 2 Knoblauchknollen
- Fein gehackter frischer Rosmarin
- Salz und Pfeffer
Für die gerösteten Karotten
- Eine Handvoll Babykarotten
- 1 EL Honig
- 1 EL Zitronensaft
- 2 Knoblauchknollen
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
1. Den Lachs backen
Den Ofen auf 190 °C vorheizen.
In einer Auflaufform Olivenöl, Zitrussäfte, Honig, Senf, Chiliflocken, Salz und Pfeffer vermischen. Den Lachs dazugeben und gut mit der Marinade bedecken. Die Kirschen und Preiselbeeren rundherum verteilen. Mit Zitrusscheiben und Rosmarin belegen.
28 Minuten backen, bis der Lachs zart ist und die Beeren weich geworden und mit den Säften verschmolzen sind.
2. Den Kartoffelstampf zubereiten
Die Kartoffeln würfeln und in gesalzenem Wasser kochen, bis sie sehr weich sind. Anschließend glatt stampfen.
Milch, Butter und Knoblauch gemeinsam erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist, und anschließend unter die Kartoffeln rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischem Rosmarin verfeinern.
3. Die Karotten zubereiten
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Babykarotten dazugeben, abdecken und bei niedriger Hitze sanft garen, bis sie weich sind.
Die Hitze erhöhen, Honig, Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Pfeffer hinzufügen und kurz anbraten, bis die Karotten glänzen und leicht karamellisiert sind.
Servieren
Den Lachs mit einem Löffel der warmen Kirsch-Preiselbeer-Säfte auf dem Teller anrichten. Den cremigen Knoblauch-Kartoffelstampf und die Honig-Zitronen-Karotten dazugeben. Langsam essen.
